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Community Cats in Florida - unsere Begegnungen mit den Katzen der Florida Keys

Seit längerer Zeit stand für uns endlich mal wieder ein USA- Aufenthalt auf dem Programm, dieses Mal während in Deutschland der Winter tobte! So verbrachten die Katzenmädchen diese Zeit in der Katzenpension mal nicht im Freigehege, sondern dort im gemütlichen Katzenzimmer. Schließlich lässt es sich vom warmen Kuschelplatz aus deutlich entspannter dabei zusehen, wie draußen die Flocken fallen.

Kater Felix vor der Hotellobby

Unsere Reise führte uns auf die Florida Keys.

In Islamorada hatten wir uns in einem Resort eingebucht. Leider kamen wir dort im Regen an. Das war jedoch nicht schlimm, denn wir wurden freundlich von Kater Felix begrüßt. Während unseres Check-Ins trottete er ganz selbstverständlich mit uns in das kleine Bürogebäude. Unsicher fragten wir, ob es o.k. sei, dass die Katze mit im Raum war.

 

„ Ja, klar. Felix darf hier überall sein", erklärte uns der junge Mann an der Rezeption. Offenbar gehörte Felix nicht nur zum Inventar, sondern hatte auch uneingeschränkte Zutrittsrechte.

Kater Felix auf dem Sofa der Ferienwohnung

Anschließend begleitete uns Felix auch wieder freundlich aus der Rezeption hinaus. Als wir uns später die Resortanlage und das Meer ansahen, war Felix sofort wieder zur Stelle. Er ließ sich streicheln, hatte seine verrückten fünf Minuten und sprang an den Palmen hoch.

 

Auf dem Rückweg zu unserem Zimmer lief er ganz selbstverständlich neben uns her. Regen gefällt offenbar auch einem sonnenverwöhnten Bewohner der Florida Keys nicht sonderlich.

 

Ehe wir uns versahen, war Felix schon mit in unser Appartement geflitzt.

 

Wir legten ihm eine Decke auf das Sofa und er machte es sich sofort gemütlich. Das war ganz sicher nicht das erste Mal, dass er in diesem Zimmer war. Ein Schälchen Wasser war schnell bereitgestellt und möglicherweise fiel auch ein kleiner Snack für ihn ab. 

Vor dem Schlafengehen beförderten wir unseren vierbeinigen Gast vor die Tür. Schließlich gab es in der Wohnung keine Katzentoilette, und wir wollten keine böse Überraschung erleben.

 

Die Überraschung kam dann allerdings in den frühen Morgenstunden auf andere Weise: Ein Geräusch am Türknauf ließ uns hochschrecken...

 

Was zur Hölle war das? Ein Einbrecher?

 

Kurz darauf hörten wir ein leises Mauzen. Alles klar. Felix wollte zurück ins Warme. Den Rest der Nacht verbrachte er quer diagonal liegend in unserem Bett. Dadurch hatten wir nur wenig Platz zum Schlafen, also alles wie zu Hause. Trotzdem fanden wir das toll! 

In den nächsten Tagen besuchte uns Felix weiterhin regelmäßig. Allerdings war das längst keine Überraschung mehr, denn natürlich kannten ihn auch die anderen Resortbewohner bereits. Selbst die Putzfrau fragte ihn scherzhaft, wo er denn letzte Nacht geschlafen hätte.

Was für ein Katzenleben! 

Was uns sofort positiv auffiel: Die Katze wurde von allen Urlaubern freundlich angesprochen. Niemand störte sich an der Samtpfote, ganz im Gegenteil. 

 

Abends gingen wir zum Essen in eines der bekanntesten Restaurants auf Islamorada, das wir bereits aus dem letzten USA-Urlaub kannten. Auch dort kam es zu einer unerwarteten Katzenbegegnung. 

Während wir unsere Rechnung bezahlten, sprang eine graue Katze auf den Tresen. Anstatt sie zu verscheuchen, stellte man ihr einen kleinen Teller mit Resten aus der Küche hin... und das, obwohl die Gäste in unmittelbarer Nähe saßen. In Deutschland wäre das allein aufgrund der Hygienevorschriften unvorstellbar gewesen.

Restaurantkatze in der Loreley

Unser Eindruck war eindeutig: In Florida schienen Katzen vielerorts deutlich selbstverständlicher zum Alltag dazuzugehören, als wir es aus Deutschland kannten.

 

Dieser Gedanke ließ mich nicht los, sodass ich mich später näher mit dem Thema beschäftigte.

 

Viele Amerikaner halten entweder Hunde oder Katzen, wobei Katzen dort überwiegend als reine Wohnungstiere leben.

 

Auch Katzen in Restaurants oder Hotelanlagen sind keine Seltenheit. Die sogenannten ,,Community Cats" dürfen dort ganz bewusst leben, denn sie gelten als Bereicherung für die Gäste. Wie wir ja selbst erleben durften! 

 

Wir waren später noch in Naples in einem Hotel, wo es anstelle einer Community-Katze einen Hotelhund gab. Den Golden Retriever Moose haben wir zwar selbst nicht zu Gesicht bekommen, aber seine Fotos hingen überall in der Hotellobby und auch sein Spielzeug hatte dort seinen Platz.

Wie sich das Ganze mit Gästen verhält, die eine Tierhaarallergie haben, kann ich nicht beurteilen. Ansonsten halte ich es für ein schönes Konzept, das mit den dafür geeigneten Tieren eine echte Bereicherung für beide Seiten darstellen kann.

 

Zumindest machten sowohl Kater Felix als auch die Restaurantkatze aus der Lorelei einen ausgesprochen gesunden und gepflegten Eindruck.

Kater Felix in der Ferienwohnung

War das alles an kätzischen Begegnungen während unseres Urlaubs? Natürlich nicht! 

In Key West verschwimmen die Grenzen offenbar nicht nur zwischen Land und Meer, sondern gelegentlich auch zwischen Katze und Meerjungfrau ;-)

Mermaid Katze auf Key West

Grund für die Florida Reise im Januar war mein runder Geburtstag. Den wollte ich an einem Ort verbringen, mit dem ich mich seitdem letzten Florida Aufenthalt sehr verbunden fühle.

Also ging es für uns nach Key West ins Hemingway Home. Es war mein erster Besuch, seit ich selbst ein Buch geschrieben hatte und dadurch für mich noch einmal etwas ganz Besonderes.

 

Denn was verbindet mich mit Hemingway, außer der Liebe zum Meer und zum Schreiben?

 

Natürlich die Liebe zu Katzen! 

Six-toed cat im Hemingway Home
Erfüllung eines Traums: Mein Geburtstag im Hemingway House.

Viele der berühmten Hemingway-Katzen besitzen übrigens sechs oder mehr Zehen an ihren Pfoten und gehen auf eine Katze namens Snow White zurück, die Ernest Hemingway einst geschenkt bekam. Unter Seeleuten galten diese mehrzehigen Katzen als Glücksbringer auf Schiffen. 

 

Mehr darüber erfahrt ihr in meinem älteren Blogbeitrag über meinen ersten Besuch im Hemingway House.